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Im mittleren und westlichen Europa stand den einzelnen Volkssprachen jahrhundertelang Latein als Liturgie- und Literatur-Sprache gegenüber. In der Oper wurde lange nur italienisch gesungen.
Im Zeitalter des Hellenismus existierten neben der griechischen Koiné viele Volkssprachen weiter.
In Indien hatten sich die Volkssprachen vom heiligen Sanskrit weit entfernt.
In Norddeutschland wich die niederdeutsche Volkssprache über Generationen vor der hochdeutschen Gottesdienst-, Schrift- und Verkehrssprache zurück, bis sie fast verschwand.
Im nachkolonialen Afrika gelten weitgehend europäische Kultur- und Verkehrssprachen (Englisch, Französisch, Portugiesisch) neben und über den einheimischen Volkssprachen.
Englisch als Sprache der globalen Wirtschaft und Wissenschaft ist dabei, immer mehr Sprachen zu bloßen Volkssprachen werden zu lassen.