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Ein Vorname ist ein Name einer Person, der bei zusammengesetzten Namen den ersten Namensteil bildet. Es ist in unseren Breiten durchaus möglich (und üblich), dass eine Person mehr als einen Vornamen besitzt.
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2 Entwicklung in Deutschland 3 Literatur 4 Weblinks |
In vielen, vor allem westlichen Kulturen, dient er innerhalb einer Familie zur Unterscheidung zwischen den Familienmitgliedern (im Unterschied zum Familiennamen, der die Zugehörigkeit zu einer Familie ausdrückt).
Die Namensgebung spielte im deutschen Sprachraum lange auch eine politische Rolle: Zum einen wurden von den Kirchen christliche und hebräische Namen gefördert (so ließ Johannes Calvin zur Taufe nur biblische Namen zu), zum anderen nahm die Zahl der unterschiedlichen Vornamen mit der Zeit ab.
Funktion (erster Teil eines zusammengesetzten Namens) und Bedeutung (Unterscheidungsname zwischen Familienmitgliedern) fallen in besagten westlichen Kulturen zusammen. In vielen asiatischen und afrikanischen Kulturen wird allerdings erst der Familienname und danach der Familienmitgliedsname genannt. Obwohl der Familienmitgliedsname in diesen Fällen nicht mehr vor dem Familiennamen steht, wird er trotzdem von Mitgliedern westlicher Kulturen Vorname genannt.
Die wissenschaftliche Disziplin der Namenforschung
beschäftigt sich mit der Bedeutung, Herkunft und Verbreitung von Namen. Erklärungen in Buchform hat unter anderem der Duden Verlag herausgebracht.
In Deutschland dominierten seit dem 17. Jahrhundert Vornamen christlicher und deutscherer Herkunft. Erst seit den 1950er-Jahren änderte sich dies massiv. Besonders anglophone und romanische Vornamen wie Jennifer, Mike oder aber Natalie und Marco gewannen an Bedeutung. Obwohl in beiden Teilen Deutschlands verschiedenen Namen die höchste Konjunktur hatten (Peggy und Cindy sind oft zitierte Beispiele für die DDR), war die Tendenz in beiden Staaten vollkommen gleich. Ende des 20. Jahrhunderts besaßen knapp zwei Drittel der Vornamen weder einen christlichen noch einen deutschen Hintergrund.
Es ist davon auszugehen, dass vor allem vier Einflussfaktoren für diese Änderung verantwortlich gemacht werden können:
Siehe auch: Wikipedia:WikiProjekt Namensforschung. Liste_gebräuchlicher_VornamenFunktion
Entwicklung in Deutschland
Einflussfaktoren, die ausgeschlossen werden können:
Bei der Übernahme dieser Namen ist eine Kreolisierung zu beobachten: die Namen werden nicht einfach übernommen, sondern nach den Gesichtspunkten der örtlichen Kultur adaptiert. Zuerst wurden Namen adaptiert, die an traditionelle phonetische Gewohnheiten anschlußfähig waren. (aus Stefan wurde beispielsweise Steffen, aus Markus wurde Marc) Erst wenn sich auch diese Namen etabliert und damit Teil der Alltagskultur waren, konnten weitere Ableitungen etabliert werden (Steffen wurde zu Steven, Marc zu Marcel).