Eine Vorstellung ist ein Bewusstseinsinhalt, der sich bei verschiedenen Gelegenheiten einstellen kann:
- gegenwartsbezogen bei der sinnlichen Wahrnehmung,
- vergangenheitsbezogen als Erinnerung,
- zukunftsbezogen als Erwartung.
- ohne Zeitbezug als abstrakte Idee.
Die beiden möglichen Quellen einer Vorstellung sind somit die Sinnlichkeit (1.-3.) und der Verstand (4.).
Vorstellungen können daraufhin als bewusstseinsinterne Gegenstände des vorstellend zu Erkenntnis gelangenden Denkens dienen. Dieses bildet aus dem Vorstellungsmaterial sowohl einfache begrifflichee als auch komplexere, sprachlich mitteilbare Gedankenformen (Informationen).
Siehe auch: Gedanke, Repräsentation, Erkenntnistheorie.
Zitate
- "Der Mensch wird durch die Vorstellung eines vergangenen oder zukünftigen Dinges mit dem gleichen Affekt der Lust und Unlust affiziert wie durch die Vorstellung eines gegenwärtigen Dinges." (Spinoza)
- "Durch den Verstand werden die Vorstellungen zur Einheit verknüpft." (Kant)
- "Die Welt ist meine Vorstellung." (Schopenhauer)
- "Ursprünglich Chaos der Vorstellungen. Die Vorstellungen, die sich miteinander vertrugen, blieben übrig, die größte Zahl ging zugrunde - und geht zugrunde." (Nietzsche)
Literatur