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Wahnsymptome sind Zeichen einer psychischen Störung, typischerweise etwa einer schizophrenen Psychose. Häufig sind dabei Verfolgungswahn (z.B. "meine Nachbarn hören mich ab und wollen mich vergiften"), Beziehungswahn (der Betroffene bezieht Dinge auf sich, die mit ihm gar nichts zu tun haben, etwa: "das World Trade Center ist meinetwegen eingestürzt"), Sendungswahn ("ich muss die Menschheit erlösen"), Verarmungswahn (der Betroffene glaubt sich völlig verarmt, obwohl sich an seiner finanziellen Situation objektiv nichts verändert hat), Eifersuchtswahn (grund- und maßlose Eifersucht bezüglich des Lebenspartners, häufig bei fortgeschrittener Alkoholkrankheit) oder Bestehlungswahn (die Betroffenen fürchten, bestohlen zu werden, häufig bei älteren Menschen).
Teilweise werden dabei von den Betroffenen ausgefeilte und umfassende "Wahngebäude" errichtet, in die das alltägliche Erleben einbezogen und umgedeutet wird ("das parkende Auto da draußen dient nur dazu, eine Abhöranlage zu tarnen"). Manchmal beschränkt sich die Wahnsymptomatik aber auch auf ein einziges und scharf umgrenztes Gebiet ("Frau X ist eine Hexe"), und die Betroffenen stehen ansonsten durchaus "auf dem Boden der Tatsachen".
Es ist sinnlos, einen Betroffenen von seiner wahnhaften Überzeugung abbringen zu wollen. Für den Erkrankten besteht eine "Wahngewissheit", er braucht keine Beweise für seinen Wahn. Gegenbeweise werden unerschütterlich ignoriert oder in den Wahn eingefügt ("die haben die Kamera, die mich ausspioniert, jetzt woandershin gebracht"). Es ist ja gerade das Kennzeichen des krankhaften Wahns, dass sich dieser vom Betroffenen nicht rational überprüfen lässt.
Man sollte also den Wahn weder angreifen, noch sich auf den Wahninhalt einlassen und so tun, als ob er real sei (dies kann allenfalls zu einer kurzfristigen Entspannung führen). Stattdessen sollte man anerkennen, dass der Wahninhalt für den Betroffenen eine Realität darstellt, und dass dieser dadurch meistens sehr belastet und geängstigt ist.
Falls der Betroffene sich aggressiv oder ablehnend verhält, sollte man dies also keinesfalls auf sich persönlich beziehen; die Überzeugung, etwa verfolgt, bedroht oder unrettbar verloren zu sein, löst beim Betroffenen natürlich dramatische psychische und emotionale Folgen aus.
Eine Behandlung muss aufgrund der fehlenden Einsicht oft zwangsweise erfolgen.
Mit Neuroleptika lässt sich oft eine rasche Besserung erzielen; wichtig ist jedoch, dass die genaue Diagnose abgeklärt wird, um eine sinnvolle Behandlung zu gewährleisten.
Umgang mit Wahn
Behandlung
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