Wahrscheinlichkeitsaxiome

Die Wahrscheinlichkeitsaxiome bilden die mathematische Grundlage der Wahrscheinlichkeitstheorie. Sie geben die Regeln vor, mit denen sich Wahrscheinlichkeiten berechnen lassen.

Die Wahrscheinlichkeit P eines Ereignisses A (ausgedruckt als ) lässt sich über einen Raum von Elementarereignissen mit einer Wahrscheinlichkeitsfunktion P definieren, so dass die folgenden Axiomen gelten.

Table of contents
1 Kolmogorov-Axiome
2 Alternative Definition
3 Folgerungen
4 Siehe auch

Kolmogorov-Axiome

Die Axiome sind unter der Bezeichnung Kolmogorov-Axiome nach Andrey Kolmogorov, der sie entwickelte, bekannt.

Erstes Axiom

Für jedes Ereignis ist die Wahrscheinlichkeit eine reelle Zahl zwischen 0 und 1.
.

Zweites Axiom

.
Die Wahrscheinlichkeit, dass eines Ereignis aus der Menge aller Ereignisse auftritt, ist 1.

Drittes Axiom

Für eine beliebige Auswahl [[Inkompatible Ereignisse|inkompatibler Mengen A1, A2 ... von Ereignissen]] gilt:
.
Das heißt, die Wahrscheinlichkeit einer Vereinigung mehrerer inkompatibler Ereignisse entspricht ihrer Summe. Diese Eigenschaft wird auch σ-Additivitaet genannt.

Alternative Definition

Alternativ zu den Kolmogorov-Axiomen kann die Wahrscheinlichkeit auch als
Maß über eine σ-Algebra definiert werden.

Folgerungen

Aus den Axiomen ergeben sich eine Reihe von praktischen Regeln (siehe auch
Bedingte Wahrscheinlichkeit)

Unmögliches Ereignis

Komplementärereignis

Wahrscheinlichkeit von Vereinigung von Ereignissen

Verbundwahrscheinlichkeit (Schnittmengen von Ereignissen)

Bayes-Theorem

Siehe auch

Bayes'sche Wahrscheinlichkeitstheorie




Websites: Tagoror | Guajara | Tacoronte Guia | Todo Gomera | Deranet | Radioaficionados | Cinebso | Mi Buscador

Enciclopedia On Line: GNU FDL.