Walachen

Der Begriff Walachen bezeichnet die Rumänen und Aromunen (Vlachen) in Südosteuropa, die mehrere eng miteinander verwandte romanische Sprachen sprechen. Die kleinste Gruppe davon sind die Istro-Walachen in Istrien (Kroatien).

Historisch bezeichnet man als Walachen die Dako-Romanen, die vermutlich aus Dakern und römischen Einwanderern hervorgegangen sind. Aus ihnen bildete sich das rumänische Volk.

Bei den (sgn.) Walachen, die etwa vom 14. bis zum 17. Jahrhundert in die nördlichen Karpaten in der Karpatho-Ukraine, Slowakei, Polen und Mähren eingezogen sind, handelte sich aber anfangs um eine Mischung aus Ruthenen, Polen und Rumänen, später nur noch um Ruthenen, Polen, Slowaken u.ä., die nur die Lebensweise (Hirten im Hochgebirge u.ä.) und das Rechtssystem der eigentlichen Walachen übernommen haben. Siehe auch Walachei.


Parallel entstandene Begriffe wie Welsche, Wallonen, Waliser, Walser, Walchen (Bestandteil vieler Ortsnamen in Bayern und Österreich), Vlax leiten sich ursprünglich von den Volcae (Volken), einem später romanisierten keltischen Volk ab. Bei den Germanen war volcae (Walhos) die Bezeichnung für alle Kelten. Diese Bezeichnung wurde in weiterer Folge auch auf Romanen, großteils romanisierte Kelten, und auf die von diesen bewohnten Gegenden (Wallis) übertragen.




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