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Die Mitglieder bezeichnen sich selbst als Waldläufer. In den einzelnen Bundesländern Deutschlands gibt es regionale Gruppen, so genannte Horten, die meist den Einzugsbereich einer Stadt oder einiger Dörfer haben.
Es finden meist wöchentliche Treffen statt, welche man als Gruppenstunde bezeichnet. Im Rahmen des Landesverbandes finden in der Regel jährlich über Pfingsten Landeslager statt. Im zweijährigen Turnus dann ein Bundeslager, bei dem Gruppen aus ganz Deutschland für eine Woche zusammenkommen.
Die Waldjugend wurde, wie andere Jugendbewegungen auch, von der Romantik beeinflusst. Dies spiegelt sich beispielsweise auch in den am Feuerkreis gesungenen Liedern wieder.
Die Waldjugend unterscheidet sich von Pfadfindern. Die Mitglieder werden auch nicht müde, dies immer wieder einmal zu betonen.
Auffallend bei der Waldjugend ist nach außen hin auch die fast ausschließliche Verwendung von schwarzen Stoffzelten, den so genannten Kothen und Jurten, wobei letzteres das größere und damit ein Gemeinschaftszelt ist.
Der Waldläufer trägt in der Regel ein dunkelgrünes Hemd, mit einem Abzeichen der Waldjugend sowie einem Schriftzug der "Ortsgruppe". In Einzelfällen kommt hier noch das Deutschlandabzeichen hinzu, welches jedoch oftmals weggelassen wird, um nicht nationalistisch zu erscheinen. Der Waldläufer bekommt nach einer Art Probefrist von ca. einem Jahr sein Halstuch verliehen. Dies ist ein schwarz-grünes Tuch, welches zusammengerollt um den Hals getragen und auf der Vorderseite von einem so genannten Knoten gehalten wird. Diese Knoten gibt es in vielerlei Ausführungen: einfache Lederknoten, Holzknoten, oder auch ein Stück Geweih.
Im Gegensatz zu vielen anderen Jugendorganisationen findet man die Lager der Waldjugend meist abseits normaler Camping- & Zeltplätze. Wo es möglich ist versucht man, so naturverbunden zu leben, wie es der Name schon impliziert.
Im Rahmen der Gruppenstunden und Arbeiten der einzelnen Horten finden Einsätze in lokalen Forsten statt, wobei es das Ziel ist, Kinder und Jugendliche für Natur zu interessieren und zu begeistern. Das Näherbringen von Natur ist einer der Kernpunkte in der Zielsetzung der Waldjugend. Diese Naturverbundenheit bewirkt auch in großen Bereichen, dass allzu grelle Kleidung, Plastiktüten als Transportmittel für Ausrüstung etc verpönt sind. Rein äußerlich lässt sich meist also schon gut der oben erwähnte Unterschied zu Pfadfindern ausmachen.
Des weiteren ist die Waldjugend nicht konfessionell gebunden. Hier ist auch wieder ein starker Unterschied zu Pfadfindern erkennbar, die oft Wörter wie "christlich" schon in ihrem Verbandsnamen tragen.
Symptomatisch für die aus der Romantik geborene Verbände gilt auch bei der Waldjugend die Fahrt und hier speziell die Nordlandfahrt in skandinavische Länder als eines der größten Abenteuer.
Weblinks
http://www.waldjugend.de