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| Waldrapp | ||||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||||
| Geronticus eremita |
Der Waldrapp (Geronticus eremita, auch europäischer oder Schopfibis genannt) wurde zuerst von dem Zürcher Arzt und Naturforscher Conrad Gesner im Jahre 1557 im seiner "Geschichte der Tiere" beschrieben. Er soll auf steilen Felsen und in alten Gemäuern genistet und in Gärten und Wiesen seine Nahrung gesucht haben. Er sei schwarz gewesen und habe auf seinem Kopf «streusslin hindersich (nach hinten) gricht» getragen. Sein Schnabel sei «rotlecht» und lang gewesen und außerdem «komlech (gut geeignet) im erdtrich zu graben, damit er die verborgenen würmlin und käferlin härauss ziehe».
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts verschwand er sowohl aus der Natur als auch aus dem Schrifttum. Die letzten Exemplare sollen während des 30-jährigen Krieges im Kochtopf gelandet sein.
Zeitweilig für ein Fabeltier gehalten, war die Sensation um so größer, als im Jahr 1897 die Vogelkundler Rothschild, Hartert und Kleinschmidt zweifelsfrei nachwiesen, dass der mittelalterliche Waldrapp mit dem im Laufe des 19. Jahrhunderts im Nahen Osten und in Nordafrika entdeckten Schopfibis identisch ist.
Heute gibt es nur noch wenige Vorkommen: