Die Walser gehören zur Volksgruppe der Alemannen. Vor etwa 1000 Jahren erreichten sie auf ihrer Wanderung das Goms im Wallis. Ein Teil verließ bald darauf das Wallis und zog in alle Himmelsrichtungen. Genannt wurden sie ab dieser Zeit Walser. Sie besiedelten uim 12./13. Jh. die italienischen Alpentäler südlich des Monte-Rosa-Massivs Mürren im Berner Oberland, das Bündner Oberland, Teile der alpinen Gebiete des Waadtlandes und ab Mitte des 14. Jh. Vorarlberg (Großes und Kleines Walsertal). Bekannt ist auch das deutschsprachige Bosco Gurin im italienischsprachigen Kanton Tessin. Die Walser sprechen einen höchstallemanischen Dialekt.
Eine Ursache für die mittelalterliche Walserwanderungen war der wachsende Bevölkerungsdruck, der zur Suche nach neuen Anbauflächen führte. Die Walserwanderungen stehen hier in einem ähnlichem Kontext wie die deutsche Ostsiedlung. Die Walser entwickelten Techniken, die auch das Bewirtschaften von hoch gelegenen Bergregionen ermöglichte. Die Herrscher der betreffenden Gebiete förderten diese Besiedlung durch Steuerbefreiung und Vergabe besonderer Kolonialistenrechte. Somit bot die Neuerschließung von Land den Walsern die Möglichkeit zur Befreiung aus der feudalen Leibeigenschaft. Die Walser wurden wegen ihrer eigenen Rechtsverfassungen auch "Freie Walser" genannt.
Die Kultur und Sprache der Walser ist zum Teil noch heute lebendig geblieben.
Die Baukunst der Walser ist noch an den typischen Holzhäusern und den Walserwegen zu sehen.
Weblinks
Folgende Schriftsteller heißen Walser:
- Robert Walser
- Martin Walser
- Alissa Walser