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Das Weihnachtsoratorium, das heute fast immer mit diesem Begriff gemeint ist, ist die vielleicht berühmteste und meistaufgeführte geistliche Komposition von Johann Sebastian Bach (BWV 248). Dabei handelt es sich ursprünglich nicht um ein fortlaufendes Oratorium, sondern um einen Zyklus von sechs Kantaten für die Weihnachtszeit 1734/35, nämlich für die (damals) drei Weihnachtsfesttage (25./26./27. Dezember; Geburtsgeschichte Luk. 2,1-20), den Neujahrstag (Beschneidung und Namengebung Luk. 2,21), den Sonntag nach Neujahr und das Epiphaniasfest (6. Januar; Geschichte von den Weisen aus dem Morgenland Matth. 2,1-12). Die Musik komponierte Bach nur zum Teil neu. Viele Chöre und Arien entnahm er zuvor entstandenen weltlichen Werken (Gratulationskantaten für das sächsische Herrscherhaus). Möglicherweise hatte er bei deren Komposition die künftige Verwendung schon im Blick. Das entstandene Gesamtwerk hat einzigartigen Rang in der Musikgeschichte.
Weitere bekannte und relativ oft zu hörende Weihnachtsoratorien: