Weltsprache

Als Weltsprachen werden oft Sprachen bezeichnet, die vor allem durch die Kolonisation eine weltweite Verbreitung gefunden haben. Da der Prozess der Kolonisation meist nicht friedlich verlief, schwingt in diesem Begriff ein gewisser imperialer Anspruch mit, der von Sprechern kleinerer Sprachen als negativ empfunden wird.

Es gibt einige Sprachen mit vergleichsweise wenigen Sprechern und einer geringen geographischen Verbreitung, die aber als traditionsreiche Standard- und Ausbausprachen den so genannten Weltsprachen keineswegs unterlegen sind, zum Beispiel:

Heutige Weltsprachen

Der Anspruch, Weltsprache zu sein, wird heute vor allem vom Englischen und Französischen, etwas weniger vom Spanischen und in gewissem Maße auch noch vom Portugiesischen erhoben. Auch das Arabische beansprucht aufgrund seiner Rolle als Sprache des Islam und dem von gewissen Muslimen damit verbundenen Anspruch auf Weltherrschaft (Dar ul-Harb) eine herausgehobene Stellung unter allen anderen Sprachen.

Eine Besonderheit sind Plansprachen wie z.B Esperanto, das zwar nur zwischen einige hunderttausend und mehreren Millionen Sprechern verschiedener Sprachkompetenz verfügt, aber international verbreit ist.

Antike Weltsprachen

In der Antike erhoben vor allem das Griechische, das Lateinische und davor noch das Reichs-Aramäische den Anspruch, Weltsprachen zu sein, sofern man eine solche Sicht nicht als anachronistisch verwirft.

Siehe auch: Halsbandsittich in vielen Sprachen, Muttersprache (Anzahl der Sprecher)



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