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Wenzel war der Sohn von Ottokar II und Kunigunde, Tochter des Großfürsten Rostislaw von Kiew. Sein Vater starb 1278 auf dem Marchfeld kurz vor Wenzels siebtem Geburtstag. Er folgte seinem Vater in Böhmen und Mähren unter Vormundschaft des Markgrafen Otto von Brandenburg, welcher Wenzel selbst in einer Art von Gefangenschaft hielt und später durch Zavis von Falkenstein, dem Liebhaber seiner Mutter. Er vermählte sich mit Rudolf von Habsburgs Tochter Guta, und trat nach der Enthauptung Zavis' 1283 selbst die Regierung an, ohne jedoch dem wüsten Treiben der Adelsparteien ein Ende machen zu können. Er erwarb Eger, Meißen und die Oberlehnsherrschaft über die schlesischen Herzogtümer, die Böhmen bis 1742 inne hatte. Darüber hinaus wurde er 1291 zum Herzog von Kleinpolen, d. h. Krakau und Sandomierz, und 1300 auch zum Herrscher Großpolens, dessen Erbtochter er als zweite Gemahlin geehelicht hatte, und brachte zu guter Letzt 1302 seinen Sohn Wenzel III auf den Thron Ungarns. Er starb bei der Planung einer Invasion Österreichs. Wenzel war auch Minnesänger.
Wenzels Tochter mit Guta, Elisabeth, heiratete später Johann von Luxemburg, wodurch die Erbansprüche der Luxemburger begründet wurden.
Siehe auch: Liste der Herzöge und Könige von Böhmen
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Vorgänger: Przemysl II | König von Polen |
Nachfolger: Ladislaus I |