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Als Widerstand gegen den Nationalsozialismus, auch "antifaschistischer Widerstand" werden die Aktivitäten von Einzelpersonen, wie Georg Elser (1903-1945), Gruppen und Institutionen (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien) bezeichnet, die u.a. lange vor der Machtergreifung einsetzten und bis 1945 anhielten. Der Widerstand formierte sich sowohl unkoordiniert in Einzelaktionen (Attentat Georg Elsers im Bürgerbräukeller) als auch professionell vorbereitet in weitausgreifenden Aktionen (20. Juli 1944).
Waren kurz nach der Machtergreifung der NSDAP vor allem kommunistische und sozialdemokratische Gruppen aktiv, so wurden diese innerhalb weniger Jahre fast vollständig durch die Gestapo und die SS zerschlagen. In den folgenden Jahren waren vor allem religiös und ethisch motivierte Gruppen und Einzelpersonen aktiv. Zu einer sowohl größeren als auch politisch motivierten Widerstandsaktion war erst die Organisation um den 20. Juli fähig, die sich zu einem Großteil aus Funktionseliten des Dritten Reichs rekrutierte.
Allen Gruppen gemeinsam war, dass sie eine verschwindend kleine Minderheit der Bevölkerung darstellten. Abgesehen von den Verschwörern des 20. Juli besaßen sie keine realistische Chance, das System grundlegend zu ändern.
Nach 1945 diente der Bezug auf den Widerstand oft als Identitäts- und Legitimationsgrundlage neu entstandener Organusationen und Systeme. So bezug sich die als Resultat der Wiederbewaffnung entstandene Bundeswehr stark auf den 20. Juli, während der "kämpferische Antifaschismus" der NS-Zeit eine der Hauptlegimationen der DDR wurde. Dies führte meist zu einer Überbetonung einer Form des Widerstandes im geschichtlichen Erinnern, während andere marginalisiert wurden. Einzelne Widerständler wie Georg Elser oder die Edelweisspiraten verschwanden fast vollkommen aus dem kollektiven Gedächtnis.
In allen von Deutschland besetzten Ländern kam es zu Akten von Sabotage, Direkter Aktion und des zivilen Ungehorsams.
Siehe auch: Widerstandsbewegung, Nationalsozialismus, 1933-1945, Volksgerichtshof, 20. Juli 1944, Liste der Beteiligten des Aufstandes vom 20. Juli 1944Struktur des Widerstands
Handlungsweisen, Organisationsformen und Motive des Widerstandes waren sehr vielfältig. Widerstandsgruppen in Deutschland
Widerstandsgruppen in Österreich
Widerstand in den besetzten Ländern
Frankreich
Die Résistance
Jugoslawien
PartisanenPersönlichkeiten, die den Widerstand trugen
In Yad Vashem, ein bedeutendes Dokumentationszentrum und Museum in Israel, wurde eine Allee von Bäumen zu Ehren derjenigen gepflanzt, die unter Einsatz ihres Lebens Juden zu retten versuchten (Avenue of the Righteous Among the Nations).