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Seit 1994 ist sie Unesco-Weltkulturerbe und wird von einem Förderverein betreut und erforscht.Vorzeit (vor 936)
Königshof (936-1146)
Die St. Wipertikirche wurde im 9. Jh. vom Kloster Hersfeld aus gegründet und beherbergte einen ungeregelten Klerikerverband. Zwischen 901 und 912 brachte Otto der Erlauchte, der dem Kloster Hersfeld als Laienabt vorstand, die Wipertikirche in den Besitz der Liudolfinger. Sein Sohn König Heinrich I hat diese erste Kirche abbrechen lassen und eine Saalkirche errichtet. Diese ?villa quae dicitur Quitilingaburg? wurde zum ersten Mal am 22. April 922 in einer Urkunde Heinrichs I als Ausstellungsort erwähnt.Die genauen Beziehungen zwischen Königshof im Tal und auf dem Burgberg sind immer noch nicht vollständig erklärbar. Aber sicher ist, dass 936 auf dem Burgberg ein freiweltliches Frauenstift zur Totenmemorie Heinrichs I eingerichtet wurde und 961 und 964 im Tal ein immer weiter geregelter Kanonikerverband angelegt wurde. Die so genannte Osterpfalz der Ottonen ist sowohl in den Baulichkeiten auf dem Burgberg, als auch auf dem großen Gebiet bis St. Wiperti zu suchenKanonikerkonvent (963-1146)
Neben den Osterfesten in den Jahren 940, 941, 948, 950, 959 und 973, war Otto I auch mehrfach zum Jahresgedenken an den Tod seines Vaters Heinrich I anwesend. So in den Jahren: 937, 952, 961 und 965.
Bei der Osterfeier 941 konnte er dann mit Hilfe fränkischer Getreuen einen Aufstand seines Bruders Heinrich und verschiedener sächsischer Verbündeter verhindern.
Bei seinem Besuch 966 wurde seine Tochter Mathilde als erste echte Äbtissin des Stiftes auf dem Burgberg geweiht. Kurz vor Ottos I Tod 973 fand dann zum Osterfest in Quedlinburg ein glänzender Hoftag statt, bei dem griechische, beneventanische, ungarische, bulgarische, dänische und slawische Gesandte anwesend waren, weiterhin solche der Römer, der Italiener und der Russen.
Auch Otto II feierte Ostern 974 und 978 in Quedlinburg, jedoch nicht mehr so häufig wie sein Vater und Großvater. Die Herrschaft Ottos III ist am Beginn (984) von der Usurpation durch Heinrich den Zänker gekennzeichnet, die dieser am traditionsreichen Ort Quedlinburg durchführen wollte und die zwei Jahre (986) darauf an gleichem Ort gedemütigt wurde. Neben den Osteraufenthalten 986, 989, 991 und 1000 ist vor allem auf das letztgenannte Ereignis hinzuweisen, weil Otto III nach der Feier an ?seinen Hof im Tal? zurückkehrte und hier einen Reichstag abhielt.
Die Bedeutung Quedlinburgs als Osterpfalz und Reichsversammlungsstätte ging im folgenden immer weiter zurück. Sie gingen sogar soweit zurück, dass Kaiser Barbarossa vor seinem Besuch 1154 das Osterfest in Magdeburg feierte und dann erst nach Quedlinburg kam.Prämonstartenserkloster (1146-1547)
Evangelische Pfarrkirche der Westendorfes (1547-1812)
In den Wirren des Bauernkrieges wurde das Kloster 1525 zum dritten Mal verwüstet. Zwar sollte es auf Betreiben des Herzogs Georg von Braunschweig wieder aufgebaut werden, aber dies geschah nicht. Der Schatz wurde von der Äbtissin Anna II. von Stolberg 1546 eingezogen und als sich der letzte Propst 1547 verheiratete, wurde das Kloster aufgehoben.Scheune (1812-1945)
Weihestätte der SS (1936-1945)
Katholische Pfarrkirche und Unesco-Weltkulturerbe (seit 1959/1994)
Nach dem 2. Weltkrieg bemühte man sich um eine Instandsetzung der Kirche. 1954 wurde ein Vertrag zwischen dem Rat der Stadt Quedlinburg und der St. Mathildisgemeinde über die Nutzung abgeschlossen. Die Restaurierung wurde von 1955 bis 1959, unter der Leitung des Instituts für Denkmalpflege Halle/S., durchgeführt.Die Kirche wurde dann 1959 durch Weihbischof Rintelen neugeweiht und wird seither in den Sommermonaten von der Katholischen Gemeinde für die Sonntagsmesse genutzt.