Wolfgang Schüssel

Wolfgang Schüssel (*7. Juni 1945 in Wien) ist seit dem 4. Februar 2000 österreichischer Bundeskanzler.

Politischer Werdegang

Der gläubige Katholik, Hobbymusiker und Doktor der Rechtswissenschaften (1968) macht schnell in der ÖVP, deren Mitglied er seit xyz ist, Karriere. Von 1968 bis 1975 ist er Sekretär des Parlamentsklubs der Österreichischen Volkspartei, von 1975 bis 1991 Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes und dabei seit 1979 Mitglied des Nationalrates und von 1987 bis 1989 Klubobmann-Stellvertreter der ÖVP.

1989 wird Schüssel Wirtschaftsminister (Bundesminister für Wirtschaftliche Angelegenheiten) in der von SPÖ und ÖVP gebildeten Großen Koalition unter Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzky, 1995 Bundesparteiobmann der ÖVP. 1995 wird er Vizekanzler und Bundesminister für auswärtige Angelegenheiten im Kabinett Vranitzky IV und wird am xyz in denselben Funktionen im Kabinett Vranitzky V bestätigt. 1997 wird er in denselben Funktionen in das Kabinett der Regierung Klima übernommen und übernimmt so auch turnusgemäß am 1. Juli 1998 den EU-Ratsvorsitz für die Dauer der nächsten sechs Monate. Vom 28. Oktober 1999 bis zur Angelobung als Bundeskanzler ist er Klubobmann des VP-Klubs im Österreichischen Parlament. 2003 gewinnt die ÖVP wieder die Nationalratswahlen und Wolfgang Schüssel bildet wieder eine Koaltition mit der FPÖ.

Nach Parlamentswahlen am 3. Oktober 1999 und darauffolgenden langen Parteiengesprächen wird Schüssel am 4. Februar 2000 österreichischer Bundeskanzler, obwohl die ÖVP bei den Parlamentswahlen vom 24. November mit 26,9 % der gültigen Stimmen nur die drittstärkste Kraft hinter SPÖ und FPÖ geworden war. 2002 gewinnt die ÖVP unter seiner Führung die vorgezogenen Wahlen zum Nationalrat mit einem Stimmanteil von 42,3 % allerdings klar.

Politisches Wirken

Schüssel gelingt es, die vor seiner Zeit zerstrittene ÖVP zu einen. Er wird oft als intelligent, jedoch auch als opportunistisch, oberlehrerhaft und spröde angesehen. Medienwirksame Auftritte sind Medienfachleuten zufolge nicht Schüssels Spezialgebiet. Kritiker nehmen ihm insbesondere die Koalition mit der rechtspopulistischen FPÖ übel, die Österreich kurzzeitig ins politische Abseits führte. Andere meinen allerdings, dass es vielmehr Schüssels Führungsstil als Jörg Haiders Eskapaden und den internen Schwierigkeiten der FPÖ zuschreiben ist, dass die FPÖ in sämtlichen Wahlen der letzten Jahre herbe bis erdrutschähnliche Verluste hinnehmen musste.

Weblinks