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Womrath ist seit der Steinzeit besiedelt, wie Funde in der Gemarkung zeigen. Aus der Zeit von Kelten, Treverern und Römern wurden Teile einer Jupiterstatue, Schmuck, Tongefäße und Urnen aus Ton sowie Kupfer entdeckt. Die Römer bauten eine Straße durch Womrath, die die Fernstraße Trier-Bingen ab Dumnissus (heute: Denzen, Ortsteil von Kirchberg (Hunsrück) mit dem Nahetal verband und nach Cruciniacum (heute: Bad Kreuznach) führte. 1924 wurde in 50 cm Tiefe eine gepflasterte Römerstraße nachgewiesen.
Die Gegend blieb kontinuierlich bewohnt. Ein Hofgut im Bereich von Womrath diente der Versorgung der Grafen von Sponheim.
1287 wird aus Bacharach die Ermordung eines Werner von Womrath, der vermutlich einem Sexualdelikt zum Opfer fiel, berichtet. Zuweilen kamen Vorwürfe auf, dass er Opfer eines jüdischen Ritualmordes an Karfreitag gewesen sei; Werner war bei einer jüdischen Familie in Stellung. Dies führte zu Ausschreitungen gegenüber Juden am Mittelrhein und zu Prozessionen nach Oberwesel, wo er wohnte, und Womrath, seinem Heimatort. - Trotz vieler Versuche wird Werner zwar nicht heilig gesprochen, ein Werner-Fest aber regelmäßig begangen, bis es das katholische Bistum Trier 1961 offiziell aus seinem Festkalender entfernt, nachdem katholische Kirchenhistoriker aufgrund innerer Widersprüche der Legenden die Unhaltbarkeit nachgewiesen haben.
Im 17 und 18. Jahrhundert lebten Vorfahren von Johannes Bückler, genannt "Schinderhannes" als Wasenmeister auf der Wallenbrück, einem damals sonst unbewohnten Weiler im Bereich der Womrather Gemarkung (heute 10 Einwohner); der dort fließende Simmerbach bildete zu jener Zeit die Grenze zwischen Baden und Sponheim und war daher stets interessant für Menschen am Rande der Gesellschaft.
Die erste urkundliche Erwähnung findet sich am 16. Oktober 1299 in einer Einigung über rechtliche Zuständigkeiten im Bereich von Dill zwischen den Herren der Vorderen und der Hinteren Grafschaft Sponheim, die in Bad Kreuznach bzw. Enkirch saßen. - Nach vielen Herrschaftswechseln war Womrath seit 1814 preußisch.
Die heutige evangelische Kirche, zu der etwa 2/3 der Einwohner gehören, wurde 1773 angelegt und von 1774 bis 1912 als Simultankirche genutzt. Die Katholiken - rd. 15% der Bevölkerung - besitzen seit 1911 mit der Werner-Kapelle westlich vom Dorf ein eigenen kirchliches Gebäude. - In Womrath wirkte von 1934 bis 1937 Paul Schneider als evangelischer Pfarrer.
Die ehemals dominierende Landwirtschaft ist fast vollständig verschwunden. Zwei (Vollerwerbs-)Landwirtschaftsbetriebe und eine Pferdepension sind allein noch übrig.
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