Wüste


Sandwüste in der Sahara (Libyen)

Als Wüste bezeichnet man ein Gebiet, in dem auf Grund seiner extremen Trockenheit oder Kälte keine oder nur wenig hochspezialisierte Vegetation existieren kann.

Table of contents
1 Kältewüsten
2 Trockenwüsten
3 Wüstenarten
4 Kulturgeschichte
5 Die größten Wüsten
6 Wieso ist es in Sandwüsten nachts kalt?
7 Literatur
8 Siehe auch
9 Weblinks

Kältewüsten

Kältewüsten sind Wüsten in polaren Gebieten (Eiswüsten) und im Hochgebirge, deren extrem niedrige Temperaturen die Ausbreitung von Vegetation verhindern.

Trockenwüsten

Trockenwüsten verhindern pflanzliches Wachstum durch ihren Mangel an Wasser. Einige Arten von Trockenwüsten sind Die heißeste Wüste ist das Death Valley.

Wüstenarten

Kulturgeschichte

In kulturhistorischer Hinsicht spielte die Wüste seit der Antike eine wichtige Rolle in der europäischen Historiographie und Literatur. Einerseits symbolisierte die Wüste seit Herodot das Fremde und Andersartige, das sich dem europäischen Zugriff entzog. Anderereits bot die Wüste aber auch Rückzugsmöglichkeiten, die es sonst nirgendwo gab. Insbesondere durch die Bibel (Exodus der Israeliten, Versuchungen Christi) und die spätere hagiographische Literatur (Eremiten) wurde ein Bild der Wüste nach Europa transportiert, das im Kern bis heute fortwirkt.

Die UN Organisation UNCCD kämpft gegen die weitere Ausbreitung der Wüsten.

Die größten Wüsten

  1. 8.700.000 km² - Sahara (Afrika)
  2. 1.560.000 km² - Australische Wüsten (Australien)
  3. 1.300.000 km² - Arabische Wüsten (Asien)
  4. 1.040.000 km² - Gobi (Asien)
  5.   715.000 km² - Kalahari (Afrika)
  6.   676.000 km² - Patagonien (Südamerika)
  7.   330.000 km² - Takla Makan (Asien)
  8.   312.000 km² - Sonora (Nordamerika)
  9.   273.000 km² - Karakum (Asien)
  10.   273.000 km² - Tharr (Asien)

Wieso ist es in Sandwüsten nachts kalt?

In einer Sandwüste wie der Sahara findet man wenig Wasser - weder in der Luft noch im Boden. Wasser kann etwa sechs mal soviel Energie speichern als Sand . Da es nun wenig davon gibt, kann keine so große Energiemenge gespeichert werden wie etwa in gemäßigten Zonen. Außerdem isoliert der Boden in der Wüste sehr gut. Sand besteht in der Hauptsache aus Quarz, aus dem auch Glas hergestellt wird, was bekanntlich gut isoliert. Die einzelnen Sandkörner sind nur lose verbunden. Dazwischen ist Luft - die ja bekanntlich gut isoliert. Das bedeutet, daß der Boden die Hitze des Tages nicht sehr tief in sich aufnehmen kann. Also kann hier auch kein Wärmespeicher aufgebaut werden.

Hinzu kommt noch, daß es sehr wenig Wolkenbildung gibt. Wolken wirken als Isolierungsschicht sowohl vom Weltall zur Erde als auch umgekehrt. Tagsüber kann sich der Boden so sehr viel mehr aufheizen. Nachts hingegen kann die wenige gespeicherte Wärme ungehindert ins Weltall aufsteigen.

Diese Effekte machen übrigens auch den Unterschied zwischen marittimen Seeklima und dem Kontinentalklima aus. Am Meer oder in der Nähe von Ozeanen ist das Klima sehr viel ausgeglichener als im inneren der Kontinente. Man denke nur an den klimatischen Unterschied etwa zwischen Moskau - heiße Sommer und bitterkalte Winter - und Kopenhagen, welches etwa am selben geographischen Breitengrad liegt.

Literatur

Siehe auch

Halbwüste

Weblinks





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