Young-Plan

Der Young-Plan legte die deutschen Reparationsverpflichtungen aufgrund des Versailler Vertrags im Juni 1929 neu fest. Zwar wurden die Gesamtbelastung und die jährlichen Zahlungsraten gesenkt, die Laufzeit aber bis ins Jahr 1988 verlängert. Im Gegenzug zur Annahme des neuen Reparationsplans verpflichteten sich die Alliierten gegenüber Reichsaußenminister Gustav Stresemann, das gesamte Rheinland vorzeitig zu räumen.

Gerade die lange Zahlungsverpflichtung griffen die rechten Gegner der Weimarer Republik auf, um gegen den Plan zu agitieren ("Bis in die dritte Generation müsst ihr fronen!"). Der von Deutschnationalen, Nationalsozialisten und Stahlhelm initiierte Volksentscheid gegen den Young-Plan scheiterte zwar, trug aber entscheidend dazu bei, Hitler in weiten Kreisen des Bürgertums "salonfähig" zu machen.

Nachdem der amerikanische Präsident Hoover während der Weltwirtschaftskrise ein allgemeines Zahlungsmoratorium vorgeschlagen hatte, wurde der Young-Plan durch die Konferenz von Lausanne im Juli 1932 aufgehoben; die vorgesehene Abschlusszahlung von 3 Milliarden Reichsmark wurde aber tatsächlich nie geleistet.



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