Zoroastrismus

Der Zoroastrismus (auch: Mazdaismus oder Parsismus) ist eine um 1200 v. Chr entstandene, 560 v. Chr reformierte, monotheistische Religion. Sie wurde im Gebiet des heutigen Irans begründet, auch heute noch finden sich dort Anhänger des Zoroastrismus. Sie werden seit dem Auftreten des Islams Parsen genannt. Es ist eine Schriftenreligion und basiert auf der heiligen Schrift "Avesta". Gebete, Gotteshäuser und Gottesbilder sind dem Zoroastrismus fremd. Statt jener steht die Eigenverantwortlichkeit im Vordergrund.

Der Begründer des Zoroastrismus war Zarathustra (griech. Zoroaster). Im Zentrum des Glaubens steht der Schöpfergott Ahura Mazda. Er wird begleitet von unsterblichen Heiligen (Amesha Spenta) sowie von bösen Dämonen (Ahriman).

Die Religion ist dualistisch geprägt: "Und im Anbeginn waren diese beiden Geister, die Zwillinge, die nach ihrem eigenen Worte das Gute und das Böse im Denken, Reden und Tun heißen. Zwischen ihnen haben die Guthandelnden richtig gewählt."

Der Kampf zwischen Gut und Böse dauert 4 Perioden zu jeweils 3000 Jahren. Der Mensch selbst hat die Wahl, ob er sich für das Gute oder für das Böse entscheidet. Das Reich des Ahura Mazdas steht am Ende des Kampfes. Ein Weltgericht wird stattfinden, dass die Bösen bestrafen und die Guten belohnen wird. Parallelen zur späteren christlichen Lehre vom jüngsten Gericht sind erkennbar.

Vom Zoroastrismus trennten sich in der Antike mehrere Seitenströmungen ab, darunter der Mithras-Kult, der sich, als Mysterienkult besonders unter den Soldaten, westwärts über das gesamte Römische Reich ausbreitete.

Mit der Ausbreitung des Islams in Persien wurde der Zoroastrismus zunehmend unterdrückt, wodurch viele Zoroastrier vor ca. 1000 Jahren ins Ausland, vor allem nach Indien, emigrierten, wo man ihnen den Namen Parsen (d.h. Perser) gab. Heute gibt es weltweit ca. eine halbe Million Parsen. Ihr bedeutendstes Zentrum ist Bombay in Indien.





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