Zypern

Die Republik Zypern ist ein Inselstaat im Mittelmeer. Sie liegt vor der Küste der Türkei. Zypern wird geografisch Asien zugeordnet, während es politisch und kulturell eher Europa zuzurechnen ist.


Historische Karte von Zypern
aus Meyers Konversationslexikon 1888
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Table of contents
1 Geschichte
2 Politik
3 Geographie
4 Religion
5 Literatur

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Zyperns

Die strategisch günstige Lage der Insel war wohl der Grund für zahlreiche Ereignisse in der Vergangenheit. Zypern befand sich von 1571 bis 1878 unter der Herrschaft des Osmanischen Reichs. 1878 verpachtete das Osmanische Reich die Insel an Großbritannien, was im Gegenzug dem Osmanischen Reich Unterstützung gegen einen Vorstoß der Russen zusagte; mit dem Eintritt des Osmanischen Reiches in den 1. Weltkrieg (1914) auf Seiten der Mittelmächte wurde die Insel von den Briten annektiert. 1925 wurde Zypern Kronkolonie.

Die ehemalige britische Kolonie wurde am 16. August 1960 aufgrund des Züricher Abkommens zwischen Großbritannien, Griechenland und der Türkei (1959) unabhängig.

Politik

Der Nordteil der Insel wurde 1974 von der Türkei besetzt. Am 15. November 1983 erfolgte die einseitige Proklamation der "Türkischen Republik Nordzypern", die allerdings nur von der Türkei anerkannt ist. Sie umfasst ca. 3.400 km² der Inselfläche und zählt ungefähr 201.000 zypriotische Einwohner (Stand 1996). Hinzu kommen ca. 30.000 türkische Soldaten und über 100.000 anatolische Siedler.

Seit 1960 Zypern aus Ihrer Majestät Gnaden in die Unabhängigkeit entlassen wurde, besetzt Großbritannien noch 99 Quadratkilometer souverän britisches Gebiet auf dem ca. 16'000 Briten und Zyprioten leben, knapp 50 km² westlich von Limasol bei Episkopi sowie 50,5 km² östlich von Larnaca die Garnison Dhekelia. Man wird daher bis zu einer Wiedervereinigung Zyperns von vier Teilen sprechen können: 1. der die Gesamtinsel völkerrechtlich nach außen vertretende griechich-zypriotisch dominierte Südteil, 2. der derzeit türkisch besetzte und türkisch-zypriotisch besiedelte Nordteil, 3. die Souveräne Militärbase Großbritanniens (= SBA) und 4. die sogenannte Bufferzone der Truppen der Vereinten Nationen. Im Falle einer Wiedervereinigung könnten die SBA und die UN-Zone bereit sein, Territorium abzugeben.

Staatschef ist Tassos Papadopoulos.

Zypern wird nach der Entscheidung auf dem EU-Gipfeltreffen am 13. Dezember 2002 in Kopenhagen im Zuge der Osterweiterung zum 1. Mai 2004 mit acht weiteren osteuropäischen Staaten und Malta in die Europäische Union aufgenommen werden. Das zyprische Parlament hat den EU-Beitrittsvertrag am 28. Juli 2003 ratifiziert. Das international nicht anerkannte Nordzypern wird zwar als ausgerufene türkische Republik nicht EU-Mitglied, gehört aber völkerrechtlich dann insofern zur EU, als tatsächlich die Gesamtinsel aufgenommen wird und somit auch die Bewohner (mind. die ursprünglichen Türkisch-Zyprioten) ein Recht auf einen EU-Paß haben. Sollte jedoch die Einigung noch vor dem EU-Beitritt erfolgen, werden die EU-Gesetze auch in vollständiger Weise für den Norden gelten. Hauptproblem wird bei den Verhandlungen ist nicht nur die territoriale und strategische Lage Zyperns (hoher Soldatenanteil der Türkei), sondern auch die Frage, was mit den künstlich angesiedelten anatolischen Familien geschehen soll, die nur zur Erhöhung der Bevölkerungszahl des Nordens angeworben woden waren. Noch heikler ist die Frage für jene Briten, Schweizer und Deutsche, die trotz vollständiger völkerrechtlicher Information ursprünglich griechisch-zypriotische Besitzungen für ihren Ruhestand günstig erwarben und nun vor dem Problem der legitimen Rückforderung stehen. Da jedoch nunmehr beide Parteien dem UN-Generalsekretär eine letzte Vollmacht für "unlösbare" Fragen erteilt haben, ist vorsichtiger Optimismus angebracht, daß von den Vorteilen und Geldern der EU die ganze Insel wird profitieren können.


Geographie

Die Insel im Mittelmeer zeigt eine markante Küstenlinie; nach Nordosten greift eine spitz auslaufende Halbinsel weit aus.

Religion

Literatur


---Sidenote START---
Europäische Union / Europa / Staaten der Welt
Belgien | Dänemark | Deutschland | Finnland | Frankreich | Griechenland | Irland | Italien | Luxemburg | Niederlande | Österreich | Portugal | Schweden | Spanien | Vereinigtes Königreich
Beitrittskandidaten zum 1. Mai 2004: Estland | Lettland | Litauen | Malta | Polen | Slowakei | Slowenien | Tschechien | Ungarn | Zypern





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